Das Lammertzhof ABC – Unser Leitfaden für Nachhaltigkeit, Qualität und Vielfalt
A wie Ausbildung
Auf dem Lammertzhof bieten wir vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten in folgenden Berufsfeldern an:
- Landwirt:in (mit Schwerpunkt Biolandbau),
- Gärtner:in Fachrichtung Gemüsebau,
- Kauffrau/Kaufmann für E-Commerce,
- Kauffrau/Kaufmann im Einzelhandel,
- Servicefahrer:in,
- Fachkraft für Lagerlogistik sowie
- FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr).
Unsere Auszubildenden werden von erfahrenen Mitarbeiter:innen begleitet und erhalten eine fundierte, praxisnahe Ausbildung.
B wie Bioland
Seit über 30 Jahren sind wir Mitglied im Bioland-Verband – dem größten ökologischen Anbauverband Deutschlands. Bioland steht für:
- Strenge Richtlinien in der Tierhaltung, im Pflanzenbau und in der Verarbeitung,
- Regionale Kreisläufe und
- Nachhaltige Landwirtschaft.
Für uns ist Bioland mehr als ein Anbauverband – es ist eine Haltung, die unser Handeln prägt.
C wie CO₂
Das Thema CO₂-Reduktion und Klimaschutz begleitet uns seit vielen Jahren. Unsere Schwerpunkte liegen auf:
- Energieeinsatz (z. B. durch den Einsatz erneuerbarer Energien),
- Auslieferung (kurze Transportwege, effiziente Routenplanung),
- Bodenfixierung (durch humusaufbauende Bewirtschaftung),
- Politische Initiativen und
- Projekte, die den Klimaschutz auf dem Hof und in der Region vorantreiben.
D wie Dorf
Der ursprüngliche Lammertzhof in Büttgen wurde in den 1990er Jahren verkauft und zu einem Wohn- und Geschäftskomplex umgebaut. Heute befindet sich unser Hof als Neu-Lammertzhof am Ortsrand von Büttgen.
E wie Erde
Ökolandbau ist Bodenschutz in Reinform. Denn:
- Gesunder Boden ist die Grundlage für gesunde Lebensmittel,
- Humusaufbau speichert CO₂ und verbessert die Wasserspeicherfähigkeit,
- Kein Planet B – der Schutz unserer Erde ist unsere zentrale Aufgabe.
F wie Familie
Der Lammertzhof ist seit jeher ein Familienunternehmen. Diese Prägung zeigt sich in:
- dem Betriebsklima (gegenseitiger Respekt und Wertschätzung),
- dem Umgang miteinander (offene Kommunikation, Teamarbeit) und
- dem Umgang mit Kund:innen (persönliche Beratung, Transparenz).
G wie Gentechnik
Gentechnik lehnen wir in der Landwirtschaft grundsätzlich ab. Unsere Gründe:
- Eingriffe in die Natur sind mit unserem Verständnis von ökologischer Landwirtschaft nicht vereinbar,
- Langfristige Risiken für Umwelt und Gesundheit sind nicht absehbar,
- Alternativen existieren: Durch Vielfalt in der Fruchtfolge und traditionelle Züchtung können wir die Herausforderungen der Ernährungssicherung bewältigen – ohne Gentechnik.
H wie Hofmarkt
Unser Hofmarkt ist mehr als ein Supermarkt:
- Über 3.500 Artikel aus 100 % Bio-Qualität,
- 240 m² Verkaufsfläche mit freundlichem und kompetentem Personal,
- Verweilmöglichkeiten für Kund:innen – ob bei gutem oder schlechtem Wetter.
Hier erlebst du Regionalität und Nachhaltigkeit zum Anfassen.
H wie Hoffest
Seit vielen Jahren laden wir zu unserem Hoffest ein. Dabei bieten wir:
- Rundgänge über den Hof – mit Einblicken in unsere Arbeit und den Ökolandbau,
- Vorführungen (z. B. Ernte, Verarbeitung, Tierhaltung),
- Gemeinschaftserlebnisse und
- Testessen, bei denen unsere Kund:innen über die besten Sorten abstimmen.
Die Hoffeste sind ein Herzstück unserer Kommunikation mit der Region.
I wie Individualität
Jeder Betrieb ist ein individuelles Gefüge, geprägt durch:
- Boden (Standort, Bodenqualität),
- Klima (regionale Gegebenheiten) und
- Menschen (Team, Kund:innen, Partner:innen).
Diese Individualität macht unseren Betrieb einzigartig – und sie ist der Grund, warum wir keine Standardlösungen, sondern maßgeschneiderte Ansätze verfolgen.
J wie Jungpflanzen
Unsere Jungpflanzen beziehen wir zum größten Teil vom Bio-Betrieb Wunderlich in Willich – so vermeiden wir lange Transportwege. Einen kleinen Teil, z. B. Tomaten, ziehen wir selbst an. Dies ermöglicht uns:
- Sortenvielfalt,
- Anpassung an regionale Bedingungen und
- Qualitätssicherung.
K wie Kartoffeln
Kartoffeln sind eine wichtige Kultur auf unserem Betrieb. Unsere Prinzipien:
- Geringes Düngeniveau für intensiven Geschmack,
- Kein Einsatz von Kupfer (auch nicht im Bioland-Anbau),
- Testessen bei Hoffesten, bei denen unsere Kund:innen über die besten Sorten abstimmen.
So kombinieren wir Tradition und Innovation.
L wie Lammertzhof
Der Familienname hat sich geändert – der Hofname bleibt. Postalisch korrekt ist Neu-Lammertzhof. Aktuell leben drei Generationen auf dem Hof zusammen.
M wie Menschen
Menschen sind der Motor unseres Betriebs:
- Freund:innen und Bekannte haben uns beim Aufbau unterstützt,
- Mitarbeiter:innen arbeiten mit Leidenschaft und Engagement,
- Kolleg:innen tauschen sich aus und suchen gemeinsam Lösungen,
- Kund:innen ermöglichen unseren Betrieb durch ihre Nachfrage.
Ohne dieses Netzwerk wäre der Lammertzhof nicht denkbar.
N wie Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern unsere Philosophie. Dazu gehören:
- Schonender Umgang mit Ressourcen (Energie, Wasser, Boden),
- Einsatz erneuerbarer Energien (z. B. Photovoltaik),
- Effiziente Nutzung vorhandener Materialien und
- Verantwortungsvolles Handeln in allen Betriebsbereichen.
O wie Ökokiste
Die Ökokiste ist für uns mehr als ein Vertriebsweg:
- 100 % Bio-Lebensmittel direkt ins Haus,
- Regionalität und Saisonalität,
- Austausch mit Kolleg:innen (wir entwickeln uns gemeinsam weiter),
- Zukunftsgestaltung – denn eine nachhaltige Ernährung ist der Schlüssel für kommende Generationen.
P wie Photovoltaik
Auf allen unseren Dächern sind Photovoltaik-Anlagen installiert. Diese machen uns rechnerisch klimaneutral. Unser Ziel:
- Den erzeugten Strom auch dann verfügbar zu haben, wenn er gebraucht wird – also auch nachts.
- Die Eigenversorgung zu erhöhen und die Abhängigkeit von externen Energiequellen zu verringern.
Q wie Querdenken
Querdenken bedeutet für uns:
- Bewährte Lösungen zu nutzen, wo sie sinnvoll sind,
- Initiativen und Verbände zu unterstützen, um gemeinsam Veränderungen zu gestalten,
- Tradition und Innovation zu verbinden – denn das eine ist ohne das andere nicht denkbar.
Q wie Qualität
Qualität ist für uns mehr als ein Siegel:
- Innere und äußere Qualität unserer Lebensmittel (Geschmack, Nährstoffe, Frische),
- Qualität im Miteinander (gegenseitiger Respekt, faire Arbeitsbedingungen),
- Qualität unserer Gesellschaft (nachhaltige Landwirtschaft für zukünftige Generationen).
Wir setzen uns seit über 30 Jahren für diese Werte ein – z. B. durch Nachernte-Kontrollen und kontinuierliche Verbesserungsprozesse.
R wie Regionalität
Regionalität bedeutet für uns:
- Heimatverbundenheit (Anbau heimischer Gemüse-Sorten),
- Kurze Transportwege (Lieferanten aus der Region),
- Unterstützung lokaler Unternehmen und
- Stärkung der regionalen Wirtschaft.
R wie Regionalwert AG
Die Regionalwert AG Rheinland verbindet:
- Konsument:innen,
- Erzeuger:innen,
- Handel und
- Verarbeitung.
Ziel ist es, die Region durch eigene Geldkreisläufe zu stärken – für eine zukunftsfähige, nachhaltige Landwirtschaft.
S wie Service
Service bedeutet für uns:
- Ausführliche Beratung (z. B. zu Anbau, Zubereitung, Lagerung),
- Aktive Suche nach Lösungen für unsere Kund:innen,
- Lebendiger Dienstleistungsgedanke – nicht als Pflicht, sondern als Herzstück unserer Arbeit.
T wie Traktor
Der Traktor ist ein wichtiges Arbeitsgerät für:
- Bodenbearbeitung,
- Pflege der Kulturen und
- Ernte.
Unser Ziel:
- Reduktion der Dieselabhängigkeit durch den Einsatz alternativer Antriebe und Kraftstoffe.
U wie Umwelt
Umwelt ist für uns kein Gegner, sondern Partner. Unsere Prinzipien:
- Arbeit mit der Natur statt gegen sie,
- Schutz der umgebenden Welt (Boden, Wasser, Luft, Artenvielfalt),
- Bewährte Methoden statt kurzfristiger Trends.
U wie Unterschiede
Was unterscheidet konventionellen von ökologischem Landbau?
Für uns ist der Unterschied mehr als „nicht düngen und nicht spritzen“. Er liegt in:
- Geschlossenen Kreisläufen (z. B. Kompostierung, Humusaufbau),
- Artgerechter Tierhaltung,
- Vielfalt in der Fruchtfolge und
- Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide.
V wie Vielfalt
Vielfalt ist unsere Stärke:
- Fruchtfolge (abwechslungsreiche Anbauplanung),
- Gemüsearten (über 50 verschiedene Sorten),
- Direktvermarktung (frische Produkte, kurze Wege).
Diese Vielfalt ermöglicht es uns, flexibel auf Herausforderungen zu reagieren und hohe Qualität zu sichern.
W wie Wasser
Wasser ist für uns Lebensgrundlage und Verantwortung:
- Unser Betrieb liegt zum größten Teil in der Wasserschutzzone,
- Wir kühlen unser Kühlregal im Hofmarkt mit Wasser (Energieeffizienz),
- Beregnung ist für den Gemüseanbau unverzichtbar – Bioland-Anbau bedeutet hier praktizierten Wasserschutz (humusaufbauende Böden speichern Wasser besser).
X wie X-beliebig
Wir sind kein x-beliebiger Betrieb – und das ist Absicht. Für uns bedeutet das:
- Offenheit für Kund:innen, Partner:innen und Ideen,
- Transparenz (jeder soll sich ein Bild von unserer Arbeit machen können),
- Authentizität (wir stehen zu unseren Werten und Prinzipien).
Y wie Yesterday
Über 30 Jahre liegen hinter uns – geprägt von:
- Energie (Neugier, Tatendrang),
- Wünschen (Visionen für die Zukunft),
- Hoffnungen (für eine nachhaltige Landwirtschaft) und
- Plänen (für die nächsten Generationen).
Z wie Zukunft
Die Zukunft liegt in unseren Händen – und in denen der nächsten Generationen. Unsere Prinzipien für eine enkeltaugliche Landwirtschaft:
- Nachhaltige Anbaumethoden (Boden, Wasser, Artenvielfalt),
- Regionale Kreisläufe (kurze Wege, faire Partnerschaften),
- Innovation (z. B. Photovoltaik, alternative Antriebe),
- Gemeinschaft (Zusammenarbeit mit Kund:innen, Kolleg:innen und Initiativen).