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Fachinterview über Pestizide

Jährlich werden rund 30.000 Tonnen Pestizide von der konventionellen Landwirtschaft in Deutschland aufgebraucht. Unserer Meinung ist jedes Gramm ein Gramm zu viel…
In der aktuellen Ausgabe von Schrot&Korn, die auch bei uns im Hofmarkt ausliegt, wurde ein Interview von Professor Jürgen Heß, Vorstandsvorsitzendem des Forschungsinstituts für Biologischen Landbau, veröffentlicht:

Wie ist es dazu gekommen, dass in der Landwirtschaft so viele Pestizide eingesetzt werden?

Der entscheidende Faktor hierfür war, dass immer mehr industriell hergestellter Stickstoffdünger eingesetzt wurde.

Warum hat die Düngung mit Stickstoff den Pestizideinsatz gefördert?

In den 1950er-Jahren wurden Ackerwildkräuter in erster Linie noch durch Hacken und Striegeln sowie von Hand im Zaum gehalten. Das bedeutete viel Arbeit. Von der verstärkt einsetzenden Düngung mit Stickstoff profitierte aber nicht nur der Winterweizen, sondern auch die Ackerwildkräuter. Sie vermehrten sich rasant und konkurrierten in der Folge mit den Winterweizen um Nährstoffe und Wasser. Als Antwort entwickelte die Agrarindustrie sogenannte Unkrautbekämpfungsmittel (Herbizide).

Wie ist die Situation heute?

An dem Muster der letzten Jahrzehnte hat sich nicht viel geändert. Die Anwendung von Pestiziden erfolgt vor, während und nach der Aussaat. Rückblickend ist dieser schleichende Weg zu immer mehr chemischen Hilfsmitteln erschreckend, Verbraucher:innen gegenüber auch nur schwer vermittelbar.

Sie sind Professor für ökologischen Landbau. Was macht der Bio-Landbau anders?
Während konventionelle Landwirtschaft viel zu häufig noch bei der Symptomfrage stehen, bleibt und z.B. bei einem Schädlingsbefall überlegt, welches Pestizid eingesetzt werden kann, befasst sich der Öko-Landbau mit dem Gesamtsystem und sucht nach den Ursachen. Grundsätzlich setzt der Öko-Landbau, wo auch immer es geht, auf Selbstregulation, auf Eigenstabilität und Prävention. Erst wenn dieses Potenzial ausgeschöpft ist, kommen (Ergänzung von uns: für den Ökolandbau von der EU-zugelassene) Mittel zum Einsatz. Wir sehen heute mehr denn je, dass wir die langfristigen Aus- und Nebenwirkungen der Landwirtschaft berücksichtigen müssen, um nachhaltig und zukunftsfähig Lebensmittel zu erzeugen.

Hier geht’s zur ausführlichen Version des Interviews.