Die Ernte stellte uns vor die Herausforderung, das Beregnen so zu timen, dass die Felder weder zu nass für die Maschinen noch zu trocken für Mensch und Kartoffeln waren. Zu trockene Bedingungen führen zu scharfkantigen Erdklumpen, die die Kartoffeln beschädigen können, und erschweren die Sortierung durch Staubentwicklung. Deshalb mussten wir bei ungünstigen Bedingungen langsamer fahren, um die Qualität zu sichern.
Aufgrund der warmen Temperaturen im Herbst war es notwendig, unser Kühlhaus einzuschalten, da die natürliche Nachtluftabsenkung nicht ausreichte. Das Kühlhaus fasst etwa ein Drittel unserer Ernte; der Rest wurde intensiv belüftet und sortiert. Die aussortierten Kartoffeln erfreuten die Kühe der Familie Zens, die sie gerne verspeisten.
Unsere Lager sind derzeit noch gut gefüllt. Letztes Jahr hatten wir zu der Zeit schon mehrere Wochen Kartoffeln von Kollegen bestellen müssen. Wir hoffen, dass wir die Kartoffeln bis zur neuen Ernte Anfang Juli verkauft bekommen und nicht am Ende noch gute Kartoffeln entsorgen müssen.